Posts Tagged ‘Fisch’

Dill auf Finnisch: Ryytitilli

Dill ist ja mein frisches Lieblingskraut. Ich säe immer viel davon und habe euch mal ein Foto des Dillbeetes aus dem Sommer letzten Jahres beigefügt (am Ende des Artikels). Nun passt Dill ja zu Eiern, zu Käse, vielen Gemüsearten und Kartoffeln…Dinge, die ich schon gern esse. In der Kombination mit Räucherlachs, in dünnen herzhaften Pfannkuchen und einer leckeren Creme ist er ebenfalls unschlagbar!

copyright by madameflavoursome

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Das erste Mal habe ich sie vor 6 Jahren bei einer lieben Bekannten gegessen, als wir uns mit vielen Frauen bei ihr in Berlin getroffen haben. An diese großartige Frau muss ich oft denken…ihren Humor, ihr Lachen und ihr starker Willen. Ich hoffe, es geht ihr gut, wo sie ist. Gern würdige ich ihre Küchenkünste mit den Lachsröllchen, die ich meinerseits auch lieben Menschen servieren möchte – meiner Familie, die mit mir Geburtstag feiert.

Ihr benötigt für etwa 20 Röllchen:

  • Mehl
  • Mineralwasser
  • 2 Eiern
  • bisschen Salz
  • 150 g Mascarpone
  • etwas Milch
  • Salz & Pfeffer
  • viieel Dill !!
  • 1 Pck. Räucherlachs (150 g)

Aus dem Mehl, den Eiern und ein bisschen Mineralwasser einen mittelflüssigen Teig herstellen und sehr dünne Pfannkuchen ausbacken, den Teig durch Schwenken der Pfanne gleichmäßig verteilen. Die Pfannkuchen rausnehmen und die runden Ecken ein klein wenig wegschneiden, so dass es wie ein Quadrat aussieht. Wer eine quadratische Pfanne hat, sollte die nehmen.

Die Creme aus der Mascarpone, etwas Milch für eine gute Strichfähigkeit, Salz & Pfeffer und viel Dill herstellen.

Nun die Pfannkuchen mit Räucherlachs belegen. Dabei oben und unten (in der Rollrichtung) etwas Platz lassen: oben, damit man den ersten Ansatz schmal aufrollen kann und unten, weil es etwas nachquillt.

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Dann die Pfannkuchen eng aufrollen. Wichtig: fest andrücken. Am besten einmal rollen, nochmal aufmachen, wieder rollen – so dass eine schön fest aufgewickelte Rolle entsteht. Die Rollen in Frischhaltefolie wickeln und ein paar Stunden ruhen lassen. Vor dem Servieren die unregelmäßigen Enden wegschneiden (ggf. zum Naschen ;-)…und ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Schön vorsichtig, damit sie nicht aufrollen. Voila!

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Das ist ein schönes Fingerfood und ist herrlich frisch. Lasst es euch schmecken!

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Und hier seht ihr mein Dillbeet. Direkt in Nachbarschaft  zu den beiden Gurkenpflanzen gedieh der Dill super. Der Dill bekam zwar viel Sonne, wurde aber durch etwas höher gewachsene Bohnen oder Erbsen abgeschirmt…außerdem muss er schön feucht gehalten werden. Darüber hinaus hatte ich auf etwa 1 m² 3 Tütchen Tetradill verteilt, also schön großzügig. Damit klappt es gut!

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Kurkuma auf Hindi: Haldi

Heute möchte ich mal wieder etwas gesundes, wärmendes auf den Tisch bringen. Okay, draußen ist es jetzt noch nicht soo kalt, aber ich möchte ein wenig von der Wärme träumen. So richtig heizen ja scharfe asiatische Essen ein. Und wenn man sie mit Stäbchen essen kann, macht’s auch Spaß. Die Fischfiletnuggets in Kurkumapanade, dazu ein Chilidip und schöner Basmatireis, das erschien mir genau richtig heute. Ich finde, es eignet sich perfekt dafür, mit Stäbchen essen zu üben, vor allem für Kinder.

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aus Köhlers Medizinalpflanzen (wikicommons)

Kurkuma gehört zu den Ingwergewächsen und die Wurzel/das Rhizom sieht auch so ähnlich aus. Er ist Bestandteil von Currypulvern und färbt Speisen intensiv gelb. 80% des weltweiten Kurkuma wird in Indien geerntet und auch verbraucht. Er wird als „Indischer Safran“ bezeichnet, da er die gelbe Färbung ähnlich Safran hervorruft. Kurkuma wird auch als Färbemittel in Hindu-Ritualen verwendet und steht für die Farbe der Sonne.

Also genau richtig im grauen November :-) Der Fisch muss zunächst kurz in einer Joghurtmarinade schwimmen, um dann frittiert zu werden. Dafür habe ich einen einfachen hohen Topf verwendet (habe keine Fritteuse).

Ihr benötigt für 3 Personen:

für den Fisch

  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 rote Chilischote
  • 5 EL Kurkuma, gemahlen
  • schwarzen Pfeffer
  • 200 g Naturjoghurt
  • 1 TL Speisestärke
  • 600 g Seelachsfilet, in mundgerechte Würfel geschnitten
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 Bund Dill
  • Öl zum Frittieren

Zunächst den Knoblauch, Chili und Ingwer fein schälen und würfeln. Dies zusammen mit dem Kurkuma, Pfeffer, Joghurt und Stärke zu einer Marinade verrühren.

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Den gewaschenen Fisch etwas trocken tupfen und würfeln, danach in die Marinade geben für 15-20 Minuten. Während dessen den Dill waschen und die Spitzen abzupfen, die Zwiebeln in Streifen schneiden. Das Öl kann auch schon erhitzt werden.

Die Fischstücke in dem heißen Öl vorsichtig für je 3-4 Minuten frittieren, herausheben und auf Küchenpapier oder einem Sieb etwas abtropfen lassen. Danach die Zwiebeln und den Dill in dem Öl frittieren.

Nun kann der Fisch zusammen mit Zwiebeln und Dill in Schälchen angerichtet werden. (ich hab leider keine Fotos mehr von den Zwiebeln und dem Dill geschafft…die hungrige Meute wollte essen!)

Dazu serviert man Basmatireis. Und einen Chilidip. Wer daran interessiert ist, bitte melden. Am Ende ist es nur ein Mix aus 75 ml heller Sojasauce, 2 EL Honig, 1 EL Sesamöl und Gewürzen (Chili, Knoblauch, Ingwer, Koriander).

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Das ist richtig lecker und macht Spaß. Wie fast alle (von mir bisher gekochten) asiatischen Speisen geht es schnell (falls man eine Fritteuse hat) und verzaubert einen mit dem totalen Aroma!

Schönen Sonntag euch!

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