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Paprika auf Bulgarisch: Piperka

Etwas ungewöhnlich an dieser Stelle mit dem Fleischrezept, aber heute gibt’s in meinem Rezeptbuch den Gulasch, wie ich ihn schon immer zubereitet habe und den gewisse zwei männliche Exemplare genauso haben möchten. Mehrfach wurde er angefordert, so dass es nun soweit kommen musste ;-)

Meine Eltern bereiten ihn so ähnlich zu, ich habe es nur verfeinert. Ich selbst esse es ja nicht, nur etwas von der Soße, weil die wirklich lecker ist. Trotzdem bin ich froh, dass ich die Konsistenz von Fleisch meist ganz gut hinbekomme, auch wenn ich nicht koste. Es ist ja wirklich ein Zubereitungsding. Gulasch muss beispielsweise fast zerfallen, dann ist es gut.

copyright by madameflavoursome

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Wenn ihr euch wundert, dass es eher wie Gulaschsuppe aussieht –> unterschätzt die Saugkraft von Knödeln nicht. Man braucht wirklich viel Soße!!! Normalerweise gibt’s im Hause Madame Flavoursome immer Nudeln dazu. Da ich ja gern experimentiere, versuchte ich mich mal an böhmischen Knödeln, denn die Pappknödel, die es fertig zu kaufen gibt, sind schrecklich! Und diese Selbstgemachten sind super geworden…Rezept kommt weiter unten.

Ihr benötigt:

  • 300 g Schweinegulasch,bio
  • 300 g Rindsgulasch, bio
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Möhren
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • 1 EL Paprika rosenscharf
  • Salz & Pfeffer
  • 3 EL Senf
  • 2 EL Tomatenketchup
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL getrocknete Steinpilze
  • Gemüsebrühe
  • 1/2 Becher Schmand

Am besten ist, man bereitet das Gericht am Vorabend zu. Gulasch soll wohl immer besser schmecken, je öfter es aufgewärmt worden ist. Das Fleisch gut waschen und ggf. etwas kleiner schneiden. Währenddessen in einem weiten Topf das Butterschmalz erhitzen. Möhren klein schneiden, Zwiebeln in vierteln und in Ringe schneiden.

Zunächst ist es wichtig, das Fleisch scharf im Butterschmalz anzubraten. Nach etwa 3-4 Minuten das Fleisch mit dem Paprikapulver bestreuen, gut umrühren, kurz mitbraten. Danach die Möhren, Zwiebeln und Knoblauch mit in den Topf geben und gut wenden, für etwa 5 Minuten braten. Salzen und Pfeffern.

Nun, wenn nicht mehr allzuviel Wasser vorhanden ist (das Reduzieren sollte schnell gehen, es muss heiß sein im Topf), Senf und den Ketchup zufügen, alles gut darin wenden und rösten, bis nur noch wenig „Sud“ da ist. Dieser Schritt ist hierbei sehr wichtig! Der Zucker in dem Senf und Ketchup sorgen für eine gewisse Farbe und Geschmack. Dabei darf es aber nicht anbrennen am Topfboden. Man merkt es beim Rühren mit dem flachen Kochlöffel, wann der Punkt kommt, dass es beinahe anbrennt – dann ist gut. Wenn es soweit ist, mit heißer Gemüsebrühe so aufgießen, dass das Fleisch ganz bedeckt ist. Jetzt das Lorbeerblatt und die Steinpilze dazugeben und bei kleiner Hitze mindestens 1.5-2 Stunden köcheln lassen. Immer wieder mit der Brühe auffüllen, wenn es weniger geworden ist. Die Möhren lösen sich zT auch etwas auf und dicken alles an. Gegebenenfalls kann man sie entnehmen und mit einer Gabel zerdrücken, wieder in den Topf geben.

Am nächsten Tag dann lasse ich es nochmals mindestens 45 Minuten leise köcheln. Wenn die Brühe weniger geworden ist, gebe ich da auch nochmal was dazu. Falls viel Soße benötigt wird, eben etwas mehr Brühe und später wird mit etwas Speisestärke, eingerührt in 5 EL der Flüssigkeit, angedickt. Zum Schluss rühre ich einen halben Becher Schmand unter, so dass alles noch sämiger wird.

copyright by madameflavoursome

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Die Knödel sind auch kinderleicht und sollten noch vor dem Kochen am nächsten Tag begonnen werden. Dazu benötigt ihr (für 4 Personen):

  • 500 g Mehl
  • 20 g frische Hefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • 1 altbackenes helles Brötchen (ca. 50 g)

Die Hefe in der Milch auflösen und zusammen mit dem Salz und dem Ei zum Mehl geben. Einen schönen Teig daraus kneten (mit den Händen) und wenn es nicht mehr klebt, zugedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen. Während dessen einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Das Brötchen in 1×1 cm große Würfel schneiden und unter den Teig geben, nochmals kurz ziehen lassen. Dann etwa 5 cm breite und 10 cm lange Laibe formen, in denen sich wenig Einbuchtungen befinden. Diese in den Topf mit kochendem Wasser geben, aufkochen. Dann nur noch ca. 20 Minuten ziehen lassen, zwischendrin mit einer Schaumkelle wenden.

Nach der Zeit die Knödel entnehmen, kurz trocknen lassen (so dass sie nicht mehr so nass von außen sind) und in Scheiben schneiden.

copyright by madameflavoursome

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Nun die Scheiben zum Gulasch servieren. Man kann auch noch Sauerkraut dazu tun. Oder man rührt das Sauerkraut schon mit in den Gulasch, so auf Szegediner Art. Es gibt viele Möglichkeiten, dieses ursprünglich ungarische Gericht zu kochen.

Ich glaube, Männer mögen gut gemachten Gulasch ganz gern. Oder ihr verwöhnt mal wieder euren Papa? Lasst es euch schmecken!

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