Posts Tagged ‘Hauptspeisen’

Oregano auf Französisch: Marjolaine bâtarde

Wer hat auch noch Not, seine Zucchini unterzubringen? Glücklicherweise hält sich Zucchini ganz gut, aber nach einer gewissen Zeit gehen einem die Ideen aus. Gemüsepfanne, Suppe, Zucchinikuchen, Flammkuchen…hatte ich alles schon. Zugegebenermaßen ist Zucchini ein eher langweiliges Gemüse und haltbarmachen lässt es sich relativ schlecht. Frisch schmeckt sie immer noch am Besten. Wie wäre es also mit einer Quiche? Zucchini, Reis und dazu ein paar frische Tomaten, direkt vom Strauch und natürlich ein paar Kräutern? Lecker!

Inspiriert hat mich hierzu Méditerranée von ihrem gleichnamigen Bücherblog, die ihr schon von meinem Beitrag aus dem Juni kennt. Ich habe das Rezept mit Oregano, Cocktailtomaten und Parmesankäse etwas verwandelt und Voilà, so sieht es aus:

copyright by madameflavoursome

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Die Zubereitung ist sehr einfach. Man braucht keine Waage oder Messbecher und wer keine Tarteform hat, kann ja auch eine Springform (28 cm) verwenden. Ich habe die Quiche nicht gedeckt. Wer sie decken möchte, sollte doppelt so viel Blätterteig verwenden.

Ihr benötigt:

  • 4 Teile vom TK Blätterteig
  • 3 kleine Zucchni oder eine halbe große (wie auf dem Bild)
  • 125 g oder einen Beutel Reis (parboiled oder Langkorn)
  • 2 Becher Créme Fraiche (oder Schmand)
  • 2 Eier
  • Reibekäse (habe ca. 100 g vewendet)
  • Salz & Pfeffer
  • 3 EL Oregano getrocknet
  • 10 Cocktailtomaten
  • etwas Parmesankäse

Zunächst kocht ihr den Reis etwa 6 Minuten vor. Das Gemüse waschen, aber die Zucchini sollte nicht geschält werden.

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Währenddessen kann die Springform schon mit Backpapier ausgekleidet werden. Die leicht aufgetauten Blätterteig-Rechtecke müsst ihr nun so in die Springform einbringen, dass der Boden ganz bedeckt ist, aber auch ein kleiner Rand stehen bleibt. Ich habe versucht, die Ecken der Rechtecke zu nutzen, um so einen hübschen Zickzack-Rand zu erhalten. Das macht optisch was her.

Die Zucchini in kleine Stücke schneiden – das Weiche aus der Mitte sollte bei großen Exemplaren weggelassen werden – und mit vorgekochten Reis, Créme fraiche, den Eiern, dem Käse und den Gewürzen gut verrühren. Alles auf den Blätterteig gießen. Die gewaschenen Kirschtomaten halbieren und auf die Quiche legen. Nun einfach etwas Parmesan drüberstreuen und für 35 Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen schieben. Die Oberseite sollte etwas goldbraun werden.

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Wenn die Quiche kurz abgekühlt ist, schneidet man sie in 6 Teile..wie bei einer Pizza. Dazu schmeckt ein frischer Tomaten- oder Blattsalat mit italienischen Kräutern gut.

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Für mich ist das eins der leckersten vegetarischen Essen, die ich kenne. Es geht schnell (denn, wir hatten es ja schon: wer hat schon Lust, bei sonnigem Strahlewetter lange in der Küche herumzustehen!) und ist total unkompliziert. So mag ich das!

Liebe Méditerranée, vielen Dank für dieses tolle Rezept :o)

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Einen schönen Start in die Woche wünsche ich euch,

eure Madame Flavoursome

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Rosmarin auf Isländisch: Sædögg

Bei der tollen Sommerhitze hat ja kaum jemand Lust zu kochen, ich jedenfalls nicht. Das Schöne ist, dass das derzeitige Angebot der Natur einem viele andere Möglichkeiten gibt, leckeres Essen zuzubereiten…und..man kann es draußen genießen, wenn man ein lauschiges, schattiges Plätzchen findet. Hervorragend eignet sich für solche Fälle ein Flammkuchen, der mit frischen Beeren und Rosmarin daherkommt:

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Diese Inspiration habe ich aus der Brigitte, nur habe ich es ein wenig abgewandelt. Blaubeeren bekam ich nämlich nicht, daher mussten Heidelbeeren ran. Und ich finde, der herbe Geschmack der Heidelbeeren harmoniert super mit Rosmarin, diesem Nadeligen, Ätherischen… Zucchini und den Rosmarin habe ich vom Garten geschenkt bekommen, welch ein Glück, dass Sommer ist!

Und da mich selbst das Sitzen am Laptop im abgedunkelten Haus, bei draußen 38°C und im 9. Monat schwanger, ins Schwitzen bringt, lass ich das lange Vorwort einfach mal ;-)

Ihr benötigt für 3 Portionen:

  • 350 g Mehl
  • 200 ml Wasser
  • 1/2 Pck. Trockenhefe
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 150 g Heidelbeeren (frisch oder TK)
  • 200 g Frischkäse Doppelrahm
  • Salz & Pfeffer
  • 4 Zweige Rosmarin
  • 50 g Parmesankäse

Zunächst aus Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Olivenöl mit den Händen einen glatten Teig kneten. Dieser muss jetzt etwa 1 Stunde gehen. Danach drei runde, dünne Fladen ausrollen und in die gewünschte Form bringen. Der Ofen kann schon mal auf 220 °C vorgeheizt werden.

Den Frischkäse mit Salz, Pfeffer und von zwei Zweigen gehacktem Rosmarin anrühren. Auf die Fladen streichen. Jetzt kann man schon etwa die Hälfte des Parmesankäses auf den Belag streuen. Dann die Zucchini gut waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Fladen damit belegen. Nun die Heidelbeeren (man kann sie gern etwas antauen lassen, wenn sie TK sind) auf den Zucchinischeiben verteilen und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Im Ofen nun etwa 12-15 Minuten, je nach gewünschter Bräune, backen.

Zur Dekoration kann man noch einen Rosmarinzweig danebenlegen. Das Auge isst ja bekanntlich mit und außerdem finde ich die Farbgebung dieses Essens sooo toll :-) Das ist doch echt klasse!

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Man muss wirklich nicht lange am Herd stehen und kann es gut vorbereiten. Dann hat man noch viel Zeit, sich abzukühlen oder die Beine hochzulegen, während der Herd alles erledigt. Guten Appetit.

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Ich habe mich nun doch ein wenig von Italien inspirieren lassen und gleich den neu erworbenen Risottoreis für ein Rezept vorgesehen. Allerdings ist Ziegenkäse eher französisch, so ist es dieses Mal eine italienisch-französische Allianz geworden :-) Und mangels Rucola im Garten, habe ich mich einfach am Löwenzahn bedient (Löwenzahn sieht zwar so ähnlich wie Rucola aus und schmeckt ebenso leicht herb, beide haben aber nichts miteinander zu tun, denn Löwenzahn gehört zu den Korbblütlern und Rucola zu den Kreuzblütlern).

Aus dieser vorurteilsfreien Allianz ist ein Risotto mit gratiniertem Ziegenkäse entstanden:

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Dieses Gericht ist eine Kombination von scharf, herb und frisch-käsig. Ich find es klasse, so leicht mediterran und trotzdem nicht mit den klassischen mittelmeertypischen Kräutern. Und ich freu mich ja sowieso immer so, wenn ich mit wilden Kräutern kochen kann.

Ihr benötigt für 2 Personen:

  • 1 Rolle Ziegenkäse zu 200 g
  • Chiliöl oder Olivenöl + Cayennepfeffer
  • Olivenöl
  • 2 Schalotten
  • 250 g Risottoreis
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 kleinen Bund junge Löwenzahnblätter
  • 50 g getrocknete Tomaten in Öl
  • 1 Fleischtomate
  • 50 g Pecorino oder Parmesankäse
  • Salz & Pfeffer

Zunächst schneidet ihr die Käserolle in gleichmäßige Scheiben, nicht zu dünn. Bei mir kamen 7 Scheiben heraus. Diese Scheiben legt ihr auf einen ofenfesten Teller oder Pfanne. Nun mit etwas Chiliöl beträufeln oder so wie ich, mit Cayennepfeffer würzen und etwas Olivenöl verteilen. Ziehen lassen.

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Nun das Olivenöl für das Risotto heiß werden lassen und die klein geschnittenen Schalotten darin glasig dünsten. Den Reis zugeben und rühren, bis er rundherum von Fett überzogen ist. Mit Brühe ablöschen. Während dessen den Löwenzahn gut abwaschen und grob zerschneiden, danach unter das Risotto geben. Die klein geschnittenen getrockneten Tomaten ebenfalls bereits jetzt untermengen. Das Risotto muss jetzt immer Schritt für Schritt mit etwas Brühe aufgefüllt werden, bis nach etwa 25-30 Minuten die Körner nicht mehr bissfest sind.

Ca. 10 Minuten, bevor das Risotto fertig ist, den Backofengrill anwerfen und die Pfanne/Teller mit den Käsescheiben in den Ofen auf die oberste Schiene geben und das Ganze etwa 5-8 Minuten gratinieren, bis es bräunlich angeknuspert ist.

Die frische Fleischtomate abwaschen und würfeln, kurz vorm Schluss zum Risotto geben, einmal mit durchwärmen lassen. Das Ganze salzen und pfeffern, nach Geschmack den geriebenen Käse zugeben.

Alles gemeinsam anrichten und die gratinierten Käse oben drauf legen.

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Für Nichtvegetarier kann man leicht ein paar gebratene Fleischbällchen dazu reichen, mit einem Chilidip oder Tomatensoße. Lasst es euch schmecken und einen schönen Sonntag :-)

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Paprika auf Bulgarisch: Piperka

Etwas ungewöhnlich an dieser Stelle mit dem Fleischrezept, aber heute gibt’s in meinem Rezeptbuch den Gulasch, wie ich ihn schon immer zubereitet habe und den gewisse zwei männliche Exemplare genauso haben möchten. Mehrfach wurde er angefordert, so dass es nun soweit kommen musste ;-)

Meine Eltern bereiten ihn so ähnlich zu, ich habe es nur verfeinert. Ich selbst esse es ja nicht, nur etwas von der Soße, weil die wirklich lecker ist. Trotzdem bin ich froh, dass ich die Konsistenz von Fleisch meist ganz gut hinbekomme, auch wenn ich nicht koste. Es ist ja wirklich ein Zubereitungsding. Gulasch muss beispielsweise fast zerfallen, dann ist es gut.

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Wenn ihr euch wundert, dass es eher wie Gulaschsuppe aussieht –> unterschätzt die Saugkraft von Knödeln nicht. Man braucht wirklich viel Soße!!! Normalerweise gibt’s im Hause Madame Flavoursome immer Nudeln dazu. Da ich ja gern experimentiere, versuchte ich mich mal an böhmischen Knödeln, denn die Pappknödel, die es fertig zu kaufen gibt, sind schrecklich! Und diese Selbstgemachten sind super geworden…Rezept kommt weiter unten.

Ihr benötigt:

  • 300 g Schweinegulasch,bio
  • 300 g Rindsgulasch, bio
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Möhren
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • 1 EL Paprika rosenscharf
  • Salz & Pfeffer
  • 3 EL Senf
  • 2 EL Tomatenketchup
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL getrocknete Steinpilze
  • Gemüsebrühe
  • 1/2 Becher Schmand

Am besten ist, man bereitet das Gericht am Vorabend zu. Gulasch soll wohl immer besser schmecken, je öfter es aufgewärmt worden ist. Das Fleisch gut waschen und ggf. etwas kleiner schneiden. Währenddessen in einem weiten Topf das Butterschmalz erhitzen. Möhren klein schneiden, Zwiebeln in vierteln und in Ringe schneiden.

Zunächst ist es wichtig, das Fleisch scharf im Butterschmalz anzubraten. Nach etwa 3-4 Minuten das Fleisch mit dem Paprikapulver bestreuen, gut umrühren, kurz mitbraten. Danach die Möhren, Zwiebeln und Knoblauch mit in den Topf geben und gut wenden, für etwa 5 Minuten braten. Salzen und Pfeffern.

Nun, wenn nicht mehr allzuviel Wasser vorhanden ist (das Reduzieren sollte schnell gehen, es muss heiß sein im Topf), Senf und den Ketchup zufügen, alles gut darin wenden und rösten, bis nur noch wenig „Sud“ da ist. Dieser Schritt ist hierbei sehr wichtig! Der Zucker in dem Senf und Ketchup sorgen für eine gewisse Farbe und Geschmack. Dabei darf es aber nicht anbrennen am Topfboden. Man merkt es beim Rühren mit dem flachen Kochlöffel, wann der Punkt kommt, dass es beinahe anbrennt – dann ist gut. Wenn es soweit ist, mit heißer Gemüsebrühe so aufgießen, dass das Fleisch ganz bedeckt ist. Jetzt das Lorbeerblatt und die Steinpilze dazugeben und bei kleiner Hitze mindestens 1.5-2 Stunden köcheln lassen. Immer wieder mit der Brühe auffüllen, wenn es weniger geworden ist. Die Möhren lösen sich zT auch etwas auf und dicken alles an. Gegebenenfalls kann man sie entnehmen und mit einer Gabel zerdrücken, wieder in den Topf geben.

Am nächsten Tag dann lasse ich es nochmals mindestens 45 Minuten leise köcheln. Wenn die Brühe weniger geworden ist, gebe ich da auch nochmal was dazu. Falls viel Soße benötigt wird, eben etwas mehr Brühe und später wird mit etwas Speisestärke, eingerührt in 5 EL der Flüssigkeit, angedickt. Zum Schluss rühre ich einen halben Becher Schmand unter, so dass alles noch sämiger wird.

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Die Knödel sind auch kinderleicht und sollten noch vor dem Kochen am nächsten Tag begonnen werden. Dazu benötigt ihr (für 4 Personen):

  • 500 g Mehl
  • 20 g frische Hefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • 1 altbackenes helles Brötchen (ca. 50 g)

Die Hefe in der Milch auflösen und zusammen mit dem Salz und dem Ei zum Mehl geben. Einen schönen Teig daraus kneten (mit den Händen) und wenn es nicht mehr klebt, zugedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen. Während dessen einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Das Brötchen in 1×1 cm große Würfel schneiden und unter den Teig geben, nochmals kurz ziehen lassen. Dann etwa 5 cm breite und 10 cm lange Laibe formen, in denen sich wenig Einbuchtungen befinden. Diese in den Topf mit kochendem Wasser geben, aufkochen. Dann nur noch ca. 20 Minuten ziehen lassen, zwischendrin mit einer Schaumkelle wenden.

Nach der Zeit die Knödel entnehmen, kurz trocknen lassen (so dass sie nicht mehr so nass von außen sind) und in Scheiben schneiden.

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Nun die Scheiben zum Gulasch servieren. Man kann auch noch Sauerkraut dazu tun. Oder man rührt das Sauerkraut schon mit in den Gulasch, so auf Szegediner Art. Es gibt viele Möglichkeiten, dieses ursprünglich ungarische Gericht zu kochen.

Ich glaube, Männer mögen gut gemachten Gulasch ganz gern. Oder ihr verwöhnt mal wieder euren Papa? Lasst es euch schmecken!

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Veggie-Lasagne

Oregano auf Italienisch: Erba acciuga

So ihr Lieben… Angeregt durch eine Diskussion über bewusste Ernährung und die Schwierigkeiten, das zu leben und umzusetzen, habe ich mich heute mal entschieden, ein Vegetariergericht einzustellen. Es ist eine vegetarische Lasagne, auf Bologneseart, jedoch verfeinert mit ein paar Gemüsearten und natürlich Oregano. Mit Kräutern kann man ordentlich würzen, so dass ein Nichtvegetarier nun nicht behaupten kann  „das schmeckt doch nach nichts“ ;-)

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Oregano ist DAS Gewürz für mich, wenn es um italienische Küche geht und die Ausbeute in meinem Garten war ziemlich gut letztes Jahr. Ich hoffe, die Pflanze übersteht den Winter gut, aber durch die Schneedecke, die sich wie eine warme Hülle über die Pflänzchen gelegt hat, sollte ein guter Schutz da sein. Drückt die Daumen! Oregano macht sich als abwechslungsreiche Pflanze in einem Blumenbeet ganz gut. Genauso wie Bohnenkraut. Dann hat man auch ein schönes Dufterlebnis, wenn man in den Blumenbeeten arbeitet!

Ihr benötigt für 3 Personen:

  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Schalotte
  • 75 g Sojaschnetzel
  • 2 kleine Zucchini
  • 1 grüne Paprikaschote
  • 2 Dosen Tomatenstücke mit Saft
  • 1/3 Tube Tomatenmark
  • etwas Wasser
  • Olivenöl
  • Oregano, Salz & Pfeffer
  • 1/2 Becher Schmand oder Creme fraiche
  • ca. 15 Lasagneplatten
  • geriebenen Pizzakäse

Zunächst werden die Sojaschnetzel eingeweicht, das dauert etwa 20 Minuten. Danach abgießen. Währenddessen die Gemüse schälen und in feine Würfel schneiden (das ist wichtig, damit man schöne flache Schichten machen kann). Nun die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in Olivenöl anbraten. Später die Sojaschnetzel ringsherum anbrutzeln, das Gemüse zugeben und auch etwa 5 Minuten brutzeln.

Nun werden die Tomaten mit etwas Wasser hinzugegeben und schön durchgekocht. Das Tomatenmark je nach Menge zufügen und die Konsistenz beachten – sollte weder zu dünn noch zu dick sein. Mit Oregano, Salz und Pfeffer würzen und gute 10-15 Minuten köcheln lassen.

Beim Einfüllen in die Auflaufform (etwa 20×30 cm) mit der Soße anfangen. Dann die Lasagneplatten passgerecht „zurechtbrechen“ und abwechselnd daraufschichten. Auf jede 3. Soßenschicht verteile ich klecksweise den Schmand und fahre dann mit Lasagneplatten fort, bis die Auflaufform voll ist. Zuletzt mit Soße abschließen und den Käse aufstreuen. Im Ofen bei 200 °C für 30 Minuten auf der unteren Schiene backen.

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Nun die Lasagne aufteilen, vorher etwas mit einem Messer vom Rand lockern, damit man die Stücke hübsch aus der Form bekommt. Lasst es euch schmecken!

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Senf auf Litauisch: Baltoji garstyčia

Heute servierte ich ein richtiges Wintergericht. Das Rezept stammt aus der Brigitte, wo ich auch immer gut fündig werde, wenn es um schnelle vegetarische Gerichte geht. Grünkohl als Gemüse pur find ich nicht so lecker, aber ich dachte, ich probiere es mal in Kombination mit Wedges und Senfdressing. Ich habe das Dressing etwas abgewandelt, bisschen was weggelassen und finde, ein gutes, wärmendes Mahl ist daraus entstanden.

Das heute verwendete Gewürz Senf heizt richtig ein, fördert die Durchblutung und die Verdauung, auch deshalb passt er zu herzhaften Gerichten. Senf im Garten anzubauen klappt eigentlich ganz gut, da er auch als Gründünger verwendet werden kann und den erschöpften Beetflächen neue Kraft gibt. Außerdem ist es schön, brachliegende Beetflächen mit Senf oder anderen Gründüngern zu verschönern und den Bienen etwas zu Essen zu geben.

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Gerade im Winter ist eine Extraportion aller Vitamine nötig, und Grünkohl hat eine Menge Vitamin A + B + C + E, sowie viel Calcium. Also perfekt für müde Winterkörper ;-) Grünkohl wollte ich evt mal anbauen, aber er nimmt ganz schön viel Platz ein … Mal sehen, vielleicht dieses Jahr, da ich die Beetflächen etwas erweitern wollte. Die palmenartigen Blätter des Grünkohls sehen bestimmt schön aus im Winter, mit etwas glitzerndem Reif drauf :-)

Ihr benötigt:

Für die Wedges:

  • 800 g möglichst kleine Bio-Kartoffeln
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer

Für das Dressing:

  • 3 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 2 Eigelb
  • 3-4 EL grobkörniger Senf (kein süßer!)
  • 5 EL Sonnenblumenöl
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer

außerdem

  • 600 g frischer Grünkohl / oder fertig TK-Grünkohl

Als erstes setzt ihr den aufgetauten Grünkohl mit etwas Wasser an und dünstet ihn so, dass er weich ist. Das kann durchaus 45 Minuten oder länger dauern.

Für die Wedges putzt ihr die kleinen Kartoffen gut ab und viertelt sie längs. Diese gebt ihr in eine weite Schüssel und vermengt sie mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer, so dass sie ringsherum benetzt sind. Dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech tun und im Ofen etwa 45 Minuten bei 175 °C „backen“, bis sie anfangen, knusprig zu werden.

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Währenddessen Schalotten und Knoblauch sehr fein schneiden und in der Gemüsebrühe kurz weich dünsten, abkühlen lassen. Senf, Ei und die abgekühlte Brühe mit dem Pürierstab gut durchmischen und danach das Öl und den Essig vorsichtig zugeben, damit es homogen wird. Nochmals gut durchpürieren und aufschäumen. Nun mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die fertigen Kartoffen mit dem abgegossenen Grünkohl heiß mischen und auftischen. Das Dressing würde ich extra reichen.

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Beim Servieren dann einfach das Dressing über den warmen Grünkohl-Kartoffelsalat geben und genießen. Für Nichtvegetarier kann man sämtliche Würstchenarten dazu reichen, wie zB Knoblauchwurst, Bockwurst, Wiener Wurst… Wohl bekomm’s !

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Kurkuma auf Hindi: Haldi

Heute möchte ich mal wieder etwas gesundes, wärmendes auf den Tisch bringen. Okay, draußen ist es jetzt noch nicht soo kalt, aber ich möchte ein wenig von der Wärme träumen. So richtig heizen ja scharfe asiatische Essen ein. Und wenn man sie mit Stäbchen essen kann, macht’s auch Spaß. Die Fischfiletnuggets in Kurkumapanade, dazu ein Chilidip und schöner Basmatireis, das erschien mir genau richtig heute. Ich finde, es eignet sich perfekt dafür, mit Stäbchen essen zu üben, vor allem für Kinder.

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aus Köhlers Medizinalpflanzen (wikicommons)

Kurkuma gehört zu den Ingwergewächsen und die Wurzel/das Rhizom sieht auch so ähnlich aus. Er ist Bestandteil von Currypulvern und färbt Speisen intensiv gelb. 80% des weltweiten Kurkuma wird in Indien geerntet und auch verbraucht. Er wird als „Indischer Safran“ bezeichnet, da er die gelbe Färbung ähnlich Safran hervorruft. Kurkuma wird auch als Färbemittel in Hindu-Ritualen verwendet und steht für die Farbe der Sonne.

Also genau richtig im grauen November :-) Der Fisch muss zunächst kurz in einer Joghurtmarinade schwimmen, um dann frittiert zu werden. Dafür habe ich einen einfachen hohen Topf verwendet (habe keine Fritteuse).

Ihr benötigt für 3 Personen:

für den Fisch

  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 rote Chilischote
  • 5 EL Kurkuma, gemahlen
  • schwarzen Pfeffer
  • 200 g Naturjoghurt
  • 1 TL Speisestärke
  • 600 g Seelachsfilet, in mundgerechte Würfel geschnitten
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 Bund Dill
  • Öl zum Frittieren

Zunächst den Knoblauch, Chili und Ingwer fein schälen und würfeln. Dies zusammen mit dem Kurkuma, Pfeffer, Joghurt und Stärke zu einer Marinade verrühren.

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Den gewaschenen Fisch etwas trocken tupfen und würfeln, danach in die Marinade geben für 15-20 Minuten. Während dessen den Dill waschen und die Spitzen abzupfen, die Zwiebeln in Streifen schneiden. Das Öl kann auch schon erhitzt werden.

Die Fischstücke in dem heißen Öl vorsichtig für je 3-4 Minuten frittieren, herausheben und auf Küchenpapier oder einem Sieb etwas abtropfen lassen. Danach die Zwiebeln und den Dill in dem Öl frittieren.

Nun kann der Fisch zusammen mit Zwiebeln und Dill in Schälchen angerichtet werden. (ich hab leider keine Fotos mehr von den Zwiebeln und dem Dill geschafft…die hungrige Meute wollte essen!)

Dazu serviert man Basmatireis. Und einen Chilidip. Wer daran interessiert ist, bitte melden. Am Ende ist es nur ein Mix aus 75 ml heller Sojasauce, 2 EL Honig, 1 EL Sesamöl und Gewürzen (Chili, Knoblauch, Ingwer, Koriander).

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Das ist richtig lecker und macht Spaß. Wie fast alle (von mir bisher gekochten) asiatischen Speisen geht es schnell (falls man eine Fritteuse hat) und verzaubert einen mit dem totalen Aroma!

Schönen Sonntag euch!

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