Posts Tagged ‘Saucen & Dips’

Auf einer Party an einem Samstag, wo alle Knoblauch essen, und man am Sonntag nicht zur Arbeit muss, kann man sich so richtig austoben :o) Keiner macht einem danach eine gerümpfte Nase und man tut etwas für die Durchblutung, Cholesterinspiegelsenkung und eine antibakterielle Wirkung wird dem Knoblauch auch noch nachgesagt.

Ein Klassiker auf unserer alljährlichen spätsommerlichen Geburtstagsfeier ist das Knoblauchbrot. Und Tsatziki wird ja auch stets gern gegessen. Also stelle ich euch heute zwei wirklich einfach zuzubereitende Partybuffetbewohner vor, die gut ankommen, bei unseren Gästen jedenfalls. Das Schöne ist, man kann sie gut vorbereiten, denn wer hat schon Lust, während alle anderen feiern, in der Küche herumzustehen ;-)

copyright by madameflavoursome

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Ihr benötigt für das Knoblauchbrot

  • 1 Stück (250 g) weiche Butter
  • 1-1,5 Knollen (!) Knoblauch
  • Salz
  • 1 Krustenbrot, bereits geschnitten

Hier liegt der Hauptanteil der Arbeit im Knoblauchzehenschälen und -hacken. Wenn ihr dies gemacht habt, einfach mit gutem Salz zu der weichen Butter mischen. Gut ist, das Ganze etwas ziehen zu lassen. Nun zwischen jede Scheibe des Krustenbrotes die Knoblauchbutter schmieren, nicht zu dünn. Das Brot wieder so zusammensetzen, dass es einen Laib ergibt. Ich teile es immer in zwei Teile, das macht sich besser im Ofen wegen dem Platz.

Jeweils einen langen Streifen Alufolie mit der glänzenden Seite nach innen vorbereiten, das halbe Laib Knoblauchbrot draufsetzen und die Enden so verschließen, dass nichts auslaufen kann. Dann für 20-25 Minuten in den heißen Ofen (150 °C reicht). Die Kruste wird dadurch noch einmal knuspriger und die Butter schmilzt schön und zieht ins Brot ein. Nach der vorgegebenen Zeit entnehmen, die Scheiben etwas auffächern und als Beilage oder pur genießen!

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für den Tsatziki

  • 500 g griechischer Joghurt, 10% Fett
  • 1 Salatgurke
  • 5 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepresst
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Weißweinessig

Es gibt zwei wichtige Dinge, die man bei der Herstellung von Tsatziki beachten muss: der Joghurt sollte mind. 10% Fett haben, d.h. entweder griechischer oder türkischer Naturjoghurt eignen sich gut. Und die Salatgurke muss nach dem Raspeln etwas entwässern. Dafür die Gurke grob raspeln, in ein Sieb geben, salzen und 20 Minuten stehen lassen. Dann mit einer Gabel ausdrücken.

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In der Zwischenzeit den Joghurt mit dem Öl und dem Essig anrühren. Die Knoblauchzehen sehr fein hacken und unterrühren. Wenn die Gurken entsaftet sind, auch diese unterrühren. Die Creme sollte am besten schonmal über Nacht im Kühlschrank ziehen. Dann ist sie bereit für Backofenkartoffel, Steak & Co. Ich glaube, durch den Weißweinessig bekommt sie auch noch mal den besonderen Touch.

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So dann, vielleicht habt ihr ja Lust, einen der beiden Partyklassiker für eine herbstliche Grillfete zuzubereiten.

Ich hätte es dieses Jahr ja gerne mit eigenem Knoblauch probiert. Den sollte man ja im Vorjahr stecken, und zwar idealerweise als Nachbarn für Erdbeeren, da von diesen Grauschimmel ferngehalten wird. Er trieb auch super aus, aber als es dann so nass wurde (ihr erinnert euch daran, dass es Anfang Juni so viel regnete), verzog er sich wieder…so wie fast alles Wurzelgemüse darunter gelitten hat. Nun gut, die Erdbeeren waren dafür trotzdem reichlich und auch lecker :-)

Ich wünsche euch was,

eure Madame Flavoursome

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Es ist Sommer! Und ich genieße das. Leider komme ich auch dadurch zur Zeit nicht so intensiv zum Bloggen, aber die Küche bleibt ja dennoch nicht kalt. Im Garten sind viele Dinge zu tun, ich versuche meine Zeit „allein“ noch auszufüllen mit Unternehmungen und Arbeit gibt es auch nicht zu knapp.

So Genießerpausen gönne ich mir trotzdem jeden Tag. Bei dem Wetter besteht das Ritual meist aus Terrasse, Füße hochlegen und Eisessen. Und um Eis dreht es sich heute :-) Besser gesagt, um leckere Dessertsoßen, mit denen man seinen Eisgenuss noch potenzieren kann: Amarenakirschen mit Soße, Karamellsoße und Schoko-Kaffee-Sirup.

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Auf die Idee mit dem Schoko-Kaffeesirup bin ich durch Steph vom kleinen Kuriositätenladen gekommen. Die zugegeben ziemlich sauren und herrlich dunklen Kirschen meines Baumes ließen eigentlich nichts anderes zu als Amarenakirschen zu produzieren und seit ich mal das grandiose Bananen-Schicht-Dessert von Tim Mälzer gesehen habe, ist mir die supereinfache Karamellsoße nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Und alle 3 Soßen sind schnell selbst hergestellt und wie gemacht für Kreationen mit einfacher Vanilleeiscreme…

Ihr benötigt

für die Amarenakirschen

  • 200 g entsteinte Sauerkirschen
  • 200 g Zucker
  • 2 cl Amaretto
  • 2 cl Zitronensaft

Die entsteinten Kirschen zusammen mit dem Zucker in einer beschichteten Pfanne erhitzen, bis der Zucker geschmolzen ist. Etwa 5 Minuten köcheln lassen. Dann den Zitronensaft und den Amaretto zugeben, gut umrühren und ebenfalls 10 Minuten köcheln lassen. Alles heiß in ein Schraubglas füllen und dieses zum Abkühlen auf den Kopf stellen.

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für die Karamellsoße

  • 1 Dose gezuckerte Kondensmilch
  • 1 Topf mit Wasser

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die Kondensmilchdose hineintun und 2 Stunden leise köcheln lassen. Das war’s :-) Die Dosen vor dem Öffnen aber erstmal abkühlen lassen (wegen dem Druck). Am besten ist, dass man gleich ein paar Dosen mehr kocht, da es doch energieintensiv ist. Die Dosen halten sich eine Weile, wenn sie noch zu sind. Die Soße ist etwas dickflüssig, vielleicht sollte man sie noch ein wenig strecken, um sie gussfähig zu bekommen. Muss aber nicht!

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für den Schoko-Kaffee-Sirup (~ 500 ml)

  • 500 g braunen Rohrzucker
  • 180 ml frischen Kaffee
  • 80 ml Wasser
  • 50 g Milchschokolade
  • 80 g Kakaopulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Vanilleschote, das Mark davon

Den Rohrzucker in dem Kaffee und dem Wasser auflösen. Alle restlichen Zutaten zugeben und schmelzen. Gut durchköcheln lassen und heiß in vorbereitete Flaschen füllen. Der Sirup ist mittel-dickflüssig und hält sich einmal geöffnet nicht all zu lang, ich habe lieber kleine Flaschen genommen.

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So einfach und wirklich süchtigmachend :-) Ich habe den Schokosirup zum Beispiel auch schon für einen Käsekuchen genommen, in dem ich die Soße spiralförmig untergemischt habe. Die Karamellsoße kann man sowieso für alles mögliche nehmen…Desserts, Karamellliköre, als Kuchenzutat! Und Amarenakirschen sind auch vielseitig. Aber im Sommer ist es einfach am besten mit Eiscreme…yummy!!! Oder man legt sich einfach rein in die Soßen.

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Ich wünsch‘ euch viel Spaß beim Nachmachen!

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Tomatenketchup

Chili auf Vietnamesisch: Ớt

Irgendwie haben wir zur Zeit keine Lust mehr auf die immer noch frischen Tomaten aus dem Garten. Die sammeln sich schon seit paar Tagen im Kühlschrank an. Wir haben Cocktailtomaten und Fleischtomaten. Sie reifen zwar sehr viel langsamer (und nach dem bevorstehenden kalten Wetter sind sie bestimmt ganz hinüber…), aber man kann immer noch ein paar ernten. So dachte ich, probieren wir es doch mal mit Ketchup. Kurz und bündig…

Ihr benötigt:

  • 1 kg Tomaten (am besten Fleischtomaten)
  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 100 ml Rotweinessig
  • 75 g Zucker
  • 2 Chilis
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz & Pfeffer

Die Tomaten waschen und in Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und dazu geben. In einem weiten Topf mit dem Essig und dem Zucker vermengen, Chili und Lorbeer dazugeben, salzen, pfeffern und alles dünsten, bis es sehr weich ist (etwa 45 Minuten). Dann diese Masse durch ein Sieb streichen. Ich habe mit einem Kartoffelstampfer alles schon zerquetscht und durchs Sieb gedrückt.

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Die Soße nun noch bis zur gewünschten Konsistenz reduzieren und abschmecken. Wer will, kann noch Einmachhilfe / Zitronensäure hinzugeben. Das macht es haltbarer. Nun in heiß ausgespülte Flaschen abfüllen.

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Super scharf ist er geworden! Vielleicht ist er als gute scharfe Dippsoße noch besser geeignet.

 

Die Ausbeute ist zwar gering, aber einen Versuch war es wert… Ich geb zu, die Arbeit mach ich mir lieber nicht mehr, denn man muss schon einiges an Energie reinstecken, um aus dem 1 kg Tomaten 200 ml Ketchup herzustellen.

 

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Walnusspesto

Basilikum auf Tschechisch: Bazalka

Oh wie langweilig, ein Pesto. Kann ja jeder. Ja, kann er. Dafür ist dieser hier nicht gewöhnlich mit Pinienkernen, sondern mit Walnüssen. Finde ich viel aromatischer. Also los, schnelles Rezept erfordert kein langes Vorwort :-)

Ihr benötigt für ein 200 ml Glas:

  • zwei Hände voll gewaschene verlesene Blätter des Genoveser Basilikum
  • grobes Meersalz nach Geschmack, ich verwendete 1 TL
  • zwei Knoblauchzehen, klein gehackt
  • zwei Hand voll Walnusskerne
  • 2-3 EL Parmesan, gerieben
  • Olivenöl

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Das (der?) Basilikum muss gehackt werden. Ich habe mich, weil ich faul war, meiner Kaffeemühle bedient, um den Basilikum klein zu hacken. Hier ist das gute Stück.

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Wer in der DDR gelebt hat, kennt diese vielleicht. Sie ist älter als ich selbst, war mal ein Geschenk meiner Oma an meine Mama, als ich unterwegs war. Ich hab die Kaffeemühle entführt, als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. Sie funktioniert super und hackt Nüsse, Kräuter, mahlt Zucker zu Puderzucker…etc.

 

Die Walnüsse werden zusammen mit dem Meersalz und dem gehackten Knoblauch im Mörser gestampft, unter Hinzugabe von etwas Olivenöl, bis die Masse schön homogen ist (wobei ich es nett finde, wenn ein paar grobe Nussstücke drin bleiben..). Diese Masse wird nach und nach mit dem gehackten Basilikum und dem Parmesan in das vorgesehene Glas geschichtet und mit Olivenöl verrührt.

Wenn es die gewünschte Konsistenz hat, muss auf die Oberfläche noch Olivenöl gegeben werden. Am Rand des Glases über der Öloberfläche befindliche Reste des Pesto wische ich mit einem Küchentuch weg, da diese schimmeln könnten. So hält sich das Pesto länger. Man sagt, länger als 3 Wochen hält sich das Pesto nicht, habe aber auch gute Erfahrungen gemacht, wenn es länger stand. Dazu selbst gemachte Nudeln… ein Traum.

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Pflaumensauce pikant

Cayennepfeffer auf Swahili: Pilipili hoho

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Wie jedes Jahr stellt sich die Frage, was man mit den vielen Pflaumen anfängt? Pflaumenkuchen schmeckt den meisten Leuten ja nur zur Saison gut. Letztes Jahr habe ich klassisch Pflaumen eingekocht, Pflaumenmus und Pflaumenmarmelade hergestellt. Davon zehren wir jetzt noch! Okay, wir ernteten von dem Baum auch das Vierfache im Gegensatz zu diesem Jahr. Leider trug der alte, knorrige Baum dieses Jahr nicht so gut, aber dennoch: bisher 3 kg. Es werden noch 1-2 kg, den Rest lasse ich hängen für die Vögel und Insekten, und die guten Geister des Gartens.

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Okay, zurück zur Küche. Eine gute Idee für die Verwertung fand ich im Internet und habe sie an meinen Geschmack etwas angepasst: eine pikante Pflaumensauce. Diese passe gut zu wildem Fleisch, Geflügel, etc., ähnlich Preiselbeersauce. Ich würde sie zB als Dip verwenden oder zu Backcamembert, sie passt sicher auch gut als Dip zu orientalischen Gerichten.

Als erstes ist aber Pflaumenputzen angesagt. Auf der Terrasse, die Sonne auf der Nase, so macht es Spaß. Zeitlich müsst ihr mit Zubereiten und Kochen etwa 3 Std. einplanen. Erstmal zu den Zutaten für ein Glas von etwa 400 ml Pflaumensauce. Ihr benötigt:

  • 1 kg Pflaumen (Zwetschgen gehen auch, so wie bei mir)
  • 1/2 kg Zucker
  • 200 ml Rotweinessig
  • 15 g Ingwer, kleingeschnitten
  • 1-2 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Salz
  • 6-8 Pflaumenkerne, dienen als Gewürz

Die Pflaumen entsteinen und vierteln, abspülen. Dann schmelzt ihr in einer beschichteten Pfanne den Zucker und lasst ihn langsam karamellisieren. Den Rotweinessig angießen und gut umrühren. Achtung, hierbei sehr vorsichtig sein, da es spritzen kann. Dann gebt ihr die Pflaumen und Gewürze zu. Alles wird 2 Stunden bei mittlerer Flamme gekocht.

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Danach könnt ihr die gesamte Masse heiß durch ein Sieb streichen, mit der flotten Lotte ginge es auch. Die Masse noch heiß in vorbereitete Gläser füllen. Diese Sauce eignet sich super zum Verschenken. Für mich war sie etwas scharf, denke, beim nächsten Mal sollte man weniger Cayennepfeffer nehmen.

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Senf auf Portugiesisch: Mostarda branca

Mh… mögt ihr Senf auch? Ich habe ein männliches Exemplar zu Hause, das schmiert sich Senf auf alles: Käse, Wurst, Gurken, Eier. So dachte ich, würde mein Senfexperiment auch gut ankommen. Tat es auch, denn bereits beim Herstellen roch es klasse.

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Den Senf habe ich bereits im Frühjahr hergestellt, aber es war noch ein Glas übrig. Gern möchte ich es euch vorstellen, aber man kann durch Variation der Zutaten in dem Sud einen anderen Geschmack erzeugen. Ebenso verhält es sich mit der Menge Zucker. In dem Verhältnis, wie hier beschrieben, ist es fast ein süßer Senf. Durch feineres Mahlen der Senfkörner kann man auch die Konsistenz variieren.

Ihr benötigt:

  • 200 g Senfsamen (weißer Senf)
  • 200 g Zucker
  • 1/2 Liter Wasser, 75 ml Essigessenz
  • 2 TL Salz
  • 1 kleine Zwiebel, gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblätter, 3-5 Wacholderbeeren, 5-10 Pfefferkörner

Die Senfsamen entweder in einem Mörser per Hand oder einer Kaffeemühle zu Pulver verarbeiten (je nach dem, wie grob man es haben möchte). Danach den Zucker dazu mischen.

Die Gewürze in einen Topf zum Wasser und Essig geben und aufkochen. Bei geringer Hitze 10-15 Minuten ziehen lassen.

Den Sud durch ein Sieb gießen und dann nach und nach zur Senf-Zucker-Mischung geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. In Gläser abfüllen.

Der Senf ist nach ein paar Tagen nicht mehr so scharf wie am Anfang, und nach einer Weile ist die senfige Schärfe leider ganz weg (wie hier, nach 4 Monaten). So würde ich eine Haltbarkeit von 2-3 Monaten angeben. Macht sich hübsch als Mitbringsel oder Geschenk.

Im Garten lässt sich Senf ganz gut anbauen und wächst anspruchslos. Er wird eher als Gründünger genutzt. Ich hab es probiert, finde die Pflanze aber nicht so hübsch. Es kommt auch zuwenig heraus. Zur Zeit trockne ich den schwarzen Senf, den ich dieses Jahr ausgesät hatte. Mal sehen, was man damit machen kann. Ich werde berichten…

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