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November ist Früchtebrotzeit. Ich wollte eigentlich ein Kletzenbrot herstellen, das ist ja ziemlich traditionell und ich Nostalgikerin mag das ja immer… Aber leider schmeckt es mir gar nicht ;-) und Kletzen, also getrocknete Birnen, finde ich total überteuert.Es gibt zwar noch unzählige andere Früchtebrote, aber so überzeugt, dass ich es auch bloggen kann, hat mich bisher nur das Birnen-Dattel-Haselnussbrot von Bill Granger. Erfahren habe ich das Rezept von einer deutschen Auswandererin in Australien im Rahmen eines Gesundprogramms, denn es hat kein Fett! Neugierig?

copyright by madameflavoursome

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Ich habe das Birnen-Dattel-Haselnussbrot von Bill Granger leicht modifiziert. Statt Birnen nahm ich getrocknete Aprikosen und dazu passen Mandeln, statt Haselnüsse. Das Brot ist leicht gemacht, wenn man die klebrige Schnibbelei der Trockenfrüchte überstanden hat. Also los.

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Ihr benötigt:

  • 50 g Haferflocken
  • 300 ml Milch
  • 240 g Mehl
  • 1/2 Pck Backpulver
  • 75 g brauner Rohrzucker
  • 100 g getrocknete Datteln, gehackt
  • 100 g getrocknete Aprikosen, gehackt
  • 1 TL Zimt
  • 1 Ei
  • 3 EL Honig
  • 50 g gehackte Mandeln

Die Haferflocken sollten für 30 Minuten in der Milch eingeweicht werden.Der Ofen kann schon auf 180 Grad vorgeheizt und eine Kastenform mit Backpapier ausgekleidet werden.

Nun alle trockenen Zutaten inklusive der Trockenfrüchte und 25 g der gehackten Mandeln miteinander vermischen. Das Ei und den Honig in die Milch einrühren und zu den trockenen Zutaten geben. Alles gut vermengen und in die Kastenform gießen. Die restlichen Mandeln oben aufstreuen und für 45 Minuten backen (bzw. nach Stäbchenprobe). Das Brot in der Form auskühlen lassen.

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Einfach pur oder mit Butter bestrichen schmeckt es am besten. Eine vegane Variante ließe sich sicherlich mit Sojamilch herstellen.

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Das Geniale daran ist, dass man das Brot in dicke Scheiben schneiden und einfrieren kann (am besten immer eine Schicht Frischhaltefolie dazwischen). Wenn man es genießen will, einfach eine Scheibe im Toaster auftauen und toasten. So karamellisiert es leicht und schmeckt warm einfach klasse. Ideal für eilige Frühstücker, die trotzdem was Besonderes mögen. Mit meinem derzeitigen „Zeitrahmen“ ist das ideal für mich.

Eure Madame Flavoursome

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Ich habe ja in meinem Blog kurz vor Weihnachten 2012 einen selbstgemachten Chaisirup vorgestellt, von dem ich immer noch eine halbe Flasche zuhause hatte. Damit ich mir das Vergnügen des Zubereitens von dem leckeren Sirup bald wieder gönnen darf, überlegte ich, wie man ihn sinnvoll verwerten kann. Und außerdem hatte ich kein Müsli mehr im Haus. Wie kommen beide nun zusammen? Der Sirup war ideal für ein gewürziges Müsli, also sollte es sein :-)

Ich habe mich für ein Knuspermüsli mit Nüssen und Schokostreuseln entschieden:

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Allerdings kann man wirklich aus vielen Dingen Müsli selbst mischen. Man kann da unglaublich kreativ sein! Entweder als normales Müsli oder man macht eben ein Knuspermüsli. Für die knusprigen Klümpchen im Müsli muss eine „Karamellisierung“ durchgeführt werden, wofür man entweder eine Zucker-Öl-Sirup-Komponente nimmt oder man arbeitet mit Honig und Butter. Darüber hinaus kann man alle möglichen Sirup, Nüsse, Kokosraspel, Trockenfrüchte, Schokolade verschiedenster Art, Keksbröckchen usw. verwenden.

Ihr benötigt für ein großes Glas Knuspermüsli mit Schoko und mit leckerem Chaigeschmack:

  • 100 ml Chaisirup
  • 2 EL Öl, neutrales
  • 2 EL Rohrzucker
  • 250 g Haferflocken
  • 50 g Mandeln
  • 30 g Cashewkerne
  • Schokostreusel

In einer beschichteten Pfanne werden Zucker, Öl und Sirup miteinander erhitzt, so dass eine gleichförmige Flüssigkeit entsteht und alles gelöst ist. Die gehackten Nüsse und die Haferflocken nun dazu geben und gut mischen, bis rundherum alles benetzt ist. Die Masse muss auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech getan werden. Den Backofen heizt ihr auf 130 °C vor und dann ab hinein mit dem Blech. Die Haferflockenmasse nun etwa 1,5 Stunden trocknen. Dabei ab und zu umrühren, darauf achten, dass Klümpchen bleiben. Nach der Zeit abkühlen und zusammen mit Schokostreuseln in ein luftdichtes Gefäß füllen.

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Man kann es in süßen Gläsern verpacken und dekorieren. Ein tolles Geschenk für Frühstücker und Liebhaber von Selbstgemachtem und es ist kein teures Geschenk. Einen super Effekt erzielt man, wenn man Zutaten so ins Glas gibt, dass man die Schichten erkennt. Sieht jedenfalls hübsch aus ;-)

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Viel Spaß beim Herumexperimentieren! Ich würde mich über weitere Ideen und Anregungen sehr freuen. Was kann man noch alles zusammenwerfen? Schreibt mir :-)

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Dill auf Finnisch: Ryytitilli

Dill ist ja mein frisches Lieblingskraut. Ich säe immer viel davon und habe euch mal ein Foto des Dillbeetes aus dem Sommer letzten Jahres beigefügt (am Ende des Artikels). Nun passt Dill ja zu Eiern, zu Käse, vielen Gemüsearten und Kartoffeln…Dinge, die ich schon gern esse. In der Kombination mit Räucherlachs, in dünnen herzhaften Pfannkuchen und einer leckeren Creme ist er ebenfalls unschlagbar!

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Das erste Mal habe ich sie vor 6 Jahren bei einer lieben Bekannten gegessen, als wir uns mit vielen Frauen bei ihr in Berlin getroffen haben. An diese großartige Frau muss ich oft denken…ihren Humor, ihr Lachen und ihr starker Willen. Ich hoffe, es geht ihr gut, wo sie ist. Gern würdige ich ihre Küchenkünste mit den Lachsröllchen, die ich meinerseits auch lieben Menschen servieren möchte – meiner Familie, die mit mir Geburtstag feiert.

Ihr benötigt für etwa 20 Röllchen:

  • Mehl
  • Mineralwasser
  • 2 Eiern
  • bisschen Salz
  • 150 g Mascarpone
  • etwas Milch
  • Salz & Pfeffer
  • viieel Dill !!
  • 1 Pck. Räucherlachs (150 g)

Aus dem Mehl, den Eiern und ein bisschen Mineralwasser einen mittelflüssigen Teig herstellen und sehr dünne Pfannkuchen ausbacken, den Teig durch Schwenken der Pfanne gleichmäßig verteilen. Die Pfannkuchen rausnehmen und die runden Ecken ein klein wenig wegschneiden, so dass es wie ein Quadrat aussieht. Wer eine quadratische Pfanne hat, sollte die nehmen.

Die Creme aus der Mascarpone, etwas Milch für eine gute Strichfähigkeit, Salz & Pfeffer und viel Dill herstellen.

Nun die Pfannkuchen mit Räucherlachs belegen. Dabei oben und unten (in der Rollrichtung) etwas Platz lassen: oben, damit man den ersten Ansatz schmal aufrollen kann und unten, weil es etwas nachquillt.

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Dann die Pfannkuchen eng aufrollen. Wichtig: fest andrücken. Am besten einmal rollen, nochmal aufmachen, wieder rollen – so dass eine schön fest aufgewickelte Rolle entsteht. Die Rollen in Frischhaltefolie wickeln und ein paar Stunden ruhen lassen. Vor dem Servieren die unregelmäßigen Enden wegschneiden (ggf. zum Naschen ;-)…und ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Schön vorsichtig, damit sie nicht aufrollen. Voila!

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Das ist ein schönes Fingerfood und ist herrlich frisch. Lasst es euch schmecken!

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Und hier seht ihr mein Dillbeet. Direkt in Nachbarschaft  zu den beiden Gurkenpflanzen gedieh der Dill super. Der Dill bekam zwar viel Sonne, wurde aber durch etwas höher gewachsene Bohnen oder Erbsen abgeschirmt…außerdem muss er schön feucht gehalten werden. Darüber hinaus hatte ich auf etwa 1 m² 3 Tütchen Tetradill verteilt, also schön großzügig. Damit klappt es gut!

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Butternusskürbis gewrappt

Fenchel auf Italienisch: Finocchio

Ich glaube, vielen von uns geht es aktuell so, dass Süßkram, Gebackenes und Fettes grad gar nicht geht. Vor allem wird man so träge über die Feiertage, das mag ich immer nicht so. Damit man wieder etwas Feuer bekommt, habe ich gedacht, was Leichtes und Bekömmliches würde sich da eignen und bereitete diese Butternusskürbiswraps zu (und ich mag solche Wortkreationen). Die Süße des Kürbisses passt gut mit Fenchel zusammen. Das Feuer kommt vom Chili.

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Butternusskürbis hatte ich dieses Jahr im Garten angebaut, auf dem Hochbeet und habe die langen Ranken da einfach herunterhängen lassen. Es gab viele Fruchtansätze an den Ranken, aber die großen Früchte wuchsen nur auf dem Boden. Ich hatte sie dann auch mit Steinen unterlegt, damit sie auf dem Rasen nicht feucht werden und schimmeln. Kürbis braucht viel Düngung. Hier sind die noch beiden verbliebenen Exemplare, die durchaus mit den im Laden gekauften mithalten können.

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Fenchel kann man vielseitig verwenden: als Kraut, als Gemüse und die Samen. Meine eigenen Anbauversuche brachten mir leider nur Kraut, was aber auch lecker war. Ich habe es als getrocknetes Kraut zum Würzen von Suppen genommen. Die Fenchelsamen im Bild habe ich aus einem Sizilienurlaub mitgebracht.

 

 

Ihr benötigt für 4 Wraps:

  • 1 Butternusskürbis
  • Olivenöl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 EL Harissa (oder Chilipulver)
  • 1 EL Koriandergrün getrocknet
  • Salz + Pfeffer
  • 1 halben Becher saure Sahne
  • 1 Tasse Gemüsebrühe
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • etwas Zwiebel
  • 1/2 Schafskäse
  • wer mag: 1 Hähnchenbrustfilet
  • 4 Tortilla-Wraps

Zunächst muss der Butternusskürbis geschält, entkernt und in kleine Würfel geschnitten werden. Das ist eine Plackerei! Der Kürbis hat ja so eine feste Schale und wie so oft, hab ich mich wieder dabei geschnitten.. Pflaster drauf, egal ;-)

Die Fenchelsamen werden im Mörser erstmal etwas aufgebrochen, dann mischt man sie mit dem Chilipulver und dem Koriandergrün und gibt die gehackte Knoblauchzehe dazu. Alles wird in einer Schüssel mit dem Kürbis und dem Olivenöl gemischt – dazu einfach den Deckel auf die Schüssel und richtig durchschütteln.

Die Mischung in eine Auflaufform geben und 30 Minuten bei 200 Grad im Ofen backen, bis die Kürbisstücke weich sind.

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In der Zwischenzeit kann man das Hähnchenbrustfilet in etwas Olivenöl scharf anbraten und zur Seite stellen (die Hähnchenbrustfilets sind als Variante für die Fleischesser gedacht). Den Schafskäse kann man auch schon würfeln.

Die Zwiebelstücke und die Kidneybohnen brutzelt ihr ebenfalls in etwas Olivenöl an, danach (jetzt nicht lachen…) löscht ihr das mit etwas Möhrensaft ab. Es geht sicherlich auch mit Gemüsebrühe, aber Not macht erfinderisch, also nahm ich Möhrensaft und die Farbe passte ja zum Kürbis. Nun auch die saure Sahne dazugeben und alles gut einköcheln lassen, damit es sich gut auf den Wraps verteilen lässt. Ich hab das Ganze auch noch etwas mit Koriandergrün und Chili gewürzt.

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Nun kommt das Einwickeln: Dazu die Bohnenmischung, die Kürbisse, ggf. Filetstücke und den Schafskäse auf die Mitte des Wraps legen, die Unterseite nach oben klappen und dann die Seiten umschlagen. Zur Stabilisierung habe ich dann Alufolie um das Unterteil gewickelt, damit kann man es auch besser essen.

 

 

 

 

Wenn dies getan ist, schiebt ihr alle Wraps auf einem Backblech nochmal für 10-15 Minuten in den Ofen (niedrigere Temperatur), damit sie warm werden – es dürfen die Teigränder nicht verbrennen!

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Lecker, diese scharfen-süßlichen Wraps, die nicht so übermäßig vollstopfen und mal etwas Abwechslung zur fetten Festtagsküche bieten.

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