Posts Tagged ‘Suppen’

Zauberhühnersuppe

Ingwer auf Thai: Khing-Daen

Männer würden sich ja am liebsten zum Sterben in den Wald legen, wenn sie eine Erkältung haben. Es ging ihnen noch nie sooooo schlecht und nichts kann sie trösten. Vielleicht kann man sich als Krankenschwester versuchen, ihnen einen kalten Lappen auf die Stirn legen, ihnen Tee einflößen oder: eine Hühnersuppe kochen. Schlagartig geht es dem leidenden Mann besser. Wie bei Muttern eben. Da ich ja um die heilende Wirkung von Ingwer weiß (und Chili sich ja auch gut macht bei Erkältung), habe ich einfach beides kombiniert zu einer Zauberhühnersuppe. So entsteht eine asiatisch anmutende Hühnersuppe, die sehr schmackhaft ist.

copyright by madameflavoursome

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Ihr benötigt:

  • 1 kleines Suppenhuhn oder 1 halbes Hähnchen, frisch und bio
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 größeres Stück Ingwer (kann viel sein)
  • etwas getrockneten, gehackten Chili
  • etwas Sonnenblumenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • Suppengrün (3 Möhren, ein mittelgroßes Stück Sellerie, 1 Stange Porree)
  • heißes Wasser, so dass das Huhn bedeckt ist (ich hatte ca. 2-2,5 Liter)
  • 6-7 Möhren
  • 150 g Glasnudeln oder Basmatireis
  • Pfeffer
  • 2 Stängel Zitronengras
  • ggf. Petersilie

Das Huhn muss gründlich gewaschen werden (auch unter den Achseln), beiseite stellen. In etwas heißem Öl den gehackten Knoblauch, grob gewürfelten Ingwer und den Chili anbrutzeln (2 min). Dann das Suppengemüse zugeben und im Wasser vorgekochtes Wasser darauf geben. Das Wasser muss kochen. Nun das Huhn in den Topf befördern und ggf. noch Wasser angießen, falls es noch herausschaut. Mit Salz und Lorbeer würzen. Das Ganze benötigt etwa 1 Stunde, wenn der Deckel darauf ist.

Nun das Huhn rausheben und abkühlen lassen. Die Suppengemüsewürfel ebenfalls entnehmen, ggf. etwas Brühe weggnehmen, falls es zuviel ist und etwas Fett abschöpfen (je nach dem). Die neuen Möhren in Scheibchen oder Würfel schneiden und in die Brühe geben. Man kann gern auch noch mal etwas Ingwer in Scheiben mitkochen lassen. Ich habe es etwa 20 Minuten kochen lassen, so dass die Möhren nicht mehr so knackig waren.

Währenddessen einen kleineren Topf mit Wasser zum Kochen bringen und darin die Glasnudeln oder den Reis zubereiten. Die Glasnudeln müssen danach unbedingt zerkleinert werden, da sie sonst beim Essen immer vom Löffel rutschen – hätte ich’s mal gemacht! Das Huhn sollte nun abgekühlt sein. Das Fleisch herauslösen, Haut und das Gedöns weglassen, und Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden, zur Suppe geben.

Zum Schluss lies ich 2 Stängel Zitronengras für 5-10 Minuten mitkochen, die kann man aber wieder entnehmen vor dem Servieren. Pfeffer kann auch noch an die Suppe, wer es mag. Am Ende kann man in der Schärfe noch mal sehr variieren. Um ein kleines bisschen sonnengelbe Farbe zu bekommen, habe ich noch ein wenig mit Kurkuma gewürzt. Fertig!!

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Nun kann die dampfende Suppe ihre Wirkung entfalten. Am besten reicht man dazu ein Stück Brot und isst sie richtig heiß. Danach eine Runde Mittagsschlaf und schon geht’s zumindest minimal besser und man kann das Sterben noch ein bisschen aufschieben ;-)

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Als Vegetarier kann man bequem die Fleischbröckchen raussuchen und dem kranken Mann überlassen, damit er wieder zu Kräften kommt :-P

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Kümmel auf Ungarisch: Kömény

Wie ihr in den Bildern rechts sehen könnt (konntet), steht im gaertnerblog im Oktober der Weißkohl im Mittelpunkt. Jeden Monat gibt es seit 2005 ein gemeinsames saisonales regionales Thema, um das sich die Rezepte drehen, die man bei den Garten-Koch-Events veröffentlicht. So dachte ich mir, mach ich mit. Ich finde es toll, sich dem Rhythmus der Natur anzupassen und man wird auch richtig kreativ dabei. Umso schöner, wenn man sogar eigenes Angebautes verwenden kann, aber, wie man weiter unten sieht…meine Kohlköpfe sind noch etwas zu klein und es wäre höchstens ein Süppchen herausgekommen ;-) Ich entschied mich für den ungarischen Krauteintopf, da er so richtig einheizt.

Man findet im Gärtnerblog auch viele Informationen zum Anbau, Ernte, Lagerung und Inhaltsstoffe zu dem jeweiligen Obst oder Gemüse. Ich war begeistert, als ich den Gärtnerblog fand und hoffe, ihr findet ihn genauso interessant.

Die nächste Schwierigkeit ist nun auch, ein entsprechendes Gewürz oder Kraut zu finden, das zum jeweiligen Garten-Koch-Event passt und damit auch zum Thema meines Blogs. Heute geht es um den Kümmel, der fantastisch zu Kohl passt.

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Kümmel ist vermutlich das älteste Gewürz der Welt. Er ist ein typisches Krautgewürz, aber auch Fleischgerichte werden damit angerichtet. Kümmel wird ja als Schnaps oder als Gewürz zur besseren Verdauung eingesetzt.

Er wächst auch wild, aber wurde früher schon in den mittelalterlichen Klostergärten angebaut.

 

 

Nun zum Rezept. Ihr benötigt:

  • 500 g Weißkohl
  • 5 Kartoffeln
  • 1 rote Paprika
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 EL Öl
  • 1 EL Butter
  • Gemüsebrühe
  • Paprika edelsüß
  • Kümmel
  • Salz & Pfeffer
  • 1 Becher saure Sahne
  • 4 EL Tomatenmark
  • ggf. Cabanossi, kurz angebraten

Zunächst Kraut, Kartoffeln und Paprika in kleine Würfel/Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen, hacken und in der heißen Öl-Buttermischung glasig anbraten. Dann Kraut, Kartoffen und Paprika hinzugeben und unter Rühren etwa 4-5 Minuten anbraten. In der Zwischenzeit habe ich im Wasserkocher Wasser heiß gemacht und dieses mit loser Gemüsebrühe angerührt. Diese gebt ihr in den Topf, bis alles leicht bedeckt ist. Nun die Gewürze dazu geben.

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Das Ganze so lange kochen, bis es weich ist. Bei mir hat es 1 Stunde gedauert. Zum Schluss wird der Eintopf etwas sämig gemacht, in dem man separat saure Sahne, Tomatenmark und etwas von der heißen Brühe anrührt und dann unterzieht. Ich finde, ohne dieses würde einfach was fehlen. Ihr könnt das nochmals abschmecken.

Und fertig ist der Eintopf, dazu gibt es einfach Roggenbrot. Alles mit Zungenverbrenngarantie :-)

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So sieht die Variante für die Fleischfreunde aus: man kann zB Kasslerstücke, Wienerwurst, oder eben Cabanossi, kurz angebrutzelt, dazu tun. Die Männer fanden es super.

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Hätte ich mal eher im Gärtnerblog gelesen, wäre mir die Peinlichkeit dieser kleinen Kohlköpfe vielleicht erspart geblieben :-) Ich habe es einfach versucht, einen Spitzkohl und zwei Weißkohle anzubauen. Ich probiere es auch wieder, im nächsten Jahr, denn auch anspruchsvoller Porree ist auf meinem Gartenboden gut gelungen dank biologischen Düngers (Hornspäne). Auf Grünkohl bin ich ja auch noch aus, aber es liegen ja noch viele Gartenjahre vor mir.

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Petersilie auf Walisisch: Perllys

So, der Herbst ist im vollen Gange. Stiefel anziehen, in den Wald gehen, Blätter bewundern, Pilze sammeln, Wind um die Nase wehen lassen, klamme Hände wärmen lassen, Kakao trinken, Kerzen anzünden, Bücher unter einer warmen Decke schmökern…. Was fällt euch sonst so ein im Herbst? Was macht ihr gern? Worauf freut ihr euch im Oktober?

Eins hab ich vergessen in meiner Aufzählung: Suppen löffeln! Ich mag Suppen gerne, da es einfach geht (hahaaa) und so vielseitig ist. Vor allem als Vegetarier findet man hier viele Rezepte. Was ich schon lange ausprobieren wollte, war Petersilienkartoffelsuppe. Die ist so herrlich grün und strotzt nur so vor gesunden Inhaltsstoffen! Petersilie ist reich an ätherischen Ölen, Flavonoiden, Cumarin, Vitaminen A, C und E, sowie Betacarotin. Früher sagte man, dass man gute Augen bekommt, wenn man Petersilie isst o.O … Darüber hinaus wirkt Petersilie sehr gut auf die Nieren und Blase.

Nun aber: das Rezept ist total easy. Und die Zutaten findet ihr hier:

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Ihr benötigt für 4 Personen:

  • 8-10 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Topf Petersilie
  • 1/4 Knollensellerie
  • 5 Stangen Staudensellerie
  • ein bisschen Blattgrün vom Staudensellerie
  • 1 Petersilienwurzel (alternativ 2-3 Pastinaken)
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine weiße Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Muskat frisch gerieben

Als Kartoffel habe ich aus dem Garten meiner Eltern die rotschalige, gelbfleischige Sorte verwendet, die so lecker aromatisch ist. Wir wissen nur nicht, wie die heißt. Wisst ihr das?

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Hoppla, da ist ein frecher Gast in mein Foto gehüpft! :-D

Dieser Kater ist mein ganzes Herz!

 

 

 

 

Eigentlich ist es ganz einfach: man putzt das Gemüse, schnibbelt es klein, wäscht es nochmal ab und gibt es in den Topf. Ich spare mir das Anbraten des Gemüses vor dem Ablöschen mit Brühe oder Wasser, denn diesen bratigen Geschmack möchte in der Suppe nicht haben.

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Die gewaschene Petersilie habe ich von Anfang an mit in den Topf getan, ebenso ein paar Blätter vom Stangensellerie. Alles wird mit Wasser aufgefüllt und dann müsst ihr 2 TL Salz hinzugeben. Zum Kochen bringen und etwa 20-25 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln weich sind.

Das Wasser abgießen (aber auffangen, das ist wichtig!). Mit dem Pürierstab alles relativ homogen zerkleinern. Dann nach und nach das aufgefangene Kochwasser unter Rühren hineingießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die Suppe sollte man dann nochmal auf dem Herd richtig heiß werden lassen.

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Dazu schmeckt frisches Roggen- oder Schwarzbrot, man kann auch ein paar Blättchen Petersilie als Dekoration drauftun.

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Das ist sooo lecker und wärmend. Und dieses Grün! Ich wünsche euch einen Guten Appetit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Duft der Suppe ist durch die ätherischen Öle der Petersilie super!

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Schnittlauch auf Norwegisch: Grasløk

Herrlich…frisch inspiriert aus Wien zurück und angesichts der Tatsache, dass der Herbst angeklopft hat und der Schnittlauch  im Garten seine Kraft verliert, habe ich mich entschieden, einfach Wien noch etwas nachwirken zu lassen. Eine Schwammerlsuppe soll es sein…

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…  mit der ich die Herbstzeit nun offiziell einläute. Ich habe die Suppe nur minimal abgewandelt, weil ich keine Rinderbrühe verwenden wollte und Thymian mit nicht recht dazu passen wollte. Dafür gibt es jede Menge Schnittlauch und etwas Petersilie.

Ihr benötigt:

  • 5 g getrocknete Schwammerl
  • 500 g frische Schwammerl (Champignons, Pfifferlinge oder Steinpilze)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Butterschmalz
  • 1 EL Mehl
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Becher saure Sahne
  • wer mag, etwas Speisestärke
  • Salz und Pfeffer

Zur Vorbereitung sollten die getrockneten Pilze eingeweicht werden. Die frischen Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Knoblauch und Zwiebeln klein hacken.

Hier die einzelnen Schritte:

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Das Butterschmalz sollte in einem breiten Topf geschmolzen werden, darin bei starker Hitze dann die frischen Pilze kurz anbraten. Knoblauch und Zwiebeln zugeben und mitgaren. Mehl daraufstäuben und anschwitzen.

Jetzt 1/4 der Brühe angießen, dabei dürfen keine Klümpchen entstehen. Übrige Brühe dazugeben, aufkochen lassen und gut rühren. Die eingeweichten Pilze klein gehackt zugeben, wenn das Einweichwasser ohne Krümel ist, kann dieses auch mit hinzugegeben werden. Den Schnittlauch bereits jetzt zugeben. Nun 10 Minuten kochen.

Zum Schluss mit der Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken und die saure Sahne unterziehen.Wem das ganze zu dünn ist, kann einen Schluck von dem Sud entnehmen, mit Stärke anrühren und zur Suppe dazu geben. Diese dann einmal aufwallen lassen.

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Dazu schmeckt einfaches Brot ganz lecker. Schön herbstlich ist das, und gesund dazu. Schnittlauch enthält viel Vitamin C und A!

Im Garten finde ich Schnittlauch jetzt nicht sooo ergiebig, wenn man ihn selbst pflanzt. Wenn man im Frühjahr schon etwas abschneidet, um es im Quark zu verwenden, stutzt man die Pflanze schon sehr. Die Blüten kommen dann mitunter nicht und gerade die Schnittlauchblumen sind so hübsch. Ich hatte sie an der Pflanze auch abtrocknen lassen. Sie hat sich dann selbst ausgesät, was ich total klasse fand. Ich hoffe, die Pflanze und die neuen kleinen feinen Schnittlauchs halten über den Winter durch.

aus Wikicommons

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