Posts Tagged ‘Wildkräuter’

Ich habe mich nun doch ein wenig von Italien inspirieren lassen und gleich den neu erworbenen Risottoreis für ein Rezept vorgesehen. Allerdings ist Ziegenkäse eher französisch, so ist es dieses Mal eine italienisch-französische Allianz geworden :-) Und mangels Rucola im Garten, habe ich mich einfach am Löwenzahn bedient (Löwenzahn sieht zwar so ähnlich wie Rucola aus und schmeckt ebenso leicht herb, beide haben aber nichts miteinander zu tun, denn Löwenzahn gehört zu den Korbblütlern und Rucola zu den Kreuzblütlern).

Aus dieser vorurteilsfreien Allianz ist ein Risotto mit gratiniertem Ziegenkäse entstanden:

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

Dieses Gericht ist eine Kombination von scharf, herb und frisch-käsig. Ich find es klasse, so leicht mediterran und trotzdem nicht mit den klassischen mittelmeertypischen Kräutern. Und ich freu mich ja sowieso immer so, wenn ich mit wilden Kräutern kochen kann.

Ihr benötigt für 2 Personen:

  • 1 Rolle Ziegenkäse zu 200 g
  • Chiliöl oder Olivenöl + Cayennepfeffer
  • Olivenöl
  • 2 Schalotten
  • 250 g Risottoreis
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 kleinen Bund junge Löwenzahnblätter
  • 50 g getrocknete Tomaten in Öl
  • 1 Fleischtomate
  • 50 g Pecorino oder Parmesankäse
  • Salz & Pfeffer

Zunächst schneidet ihr die Käserolle in gleichmäßige Scheiben, nicht zu dünn. Bei mir kamen 7 Scheiben heraus. Diese Scheiben legt ihr auf einen ofenfesten Teller oder Pfanne. Nun mit etwas Chiliöl beträufeln oder so wie ich, mit Cayennepfeffer würzen und etwas Olivenöl verteilen. Ziehen lassen.

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

Nun das Olivenöl für das Risotto heiß werden lassen und die klein geschnittenen Schalotten darin glasig dünsten. Den Reis zugeben und rühren, bis er rundherum von Fett überzogen ist. Mit Brühe ablöschen. Während dessen den Löwenzahn gut abwaschen und grob zerschneiden, danach unter das Risotto geben. Die klein geschnittenen getrockneten Tomaten ebenfalls bereits jetzt untermengen. Das Risotto muss jetzt immer Schritt für Schritt mit etwas Brühe aufgefüllt werden, bis nach etwa 25-30 Minuten die Körner nicht mehr bissfest sind.

Ca. 10 Minuten, bevor das Risotto fertig ist, den Backofengrill anwerfen und die Pfanne/Teller mit den Käsescheiben in den Ofen auf die oberste Schiene geben und das Ganze etwa 5-8 Minuten gratinieren, bis es bräunlich angeknuspert ist.

Die frische Fleischtomate abwaschen und würfeln, kurz vorm Schluss zum Risotto geben, einmal mit durchwärmen lassen. Das Ganze salzen und pfeffern, nach Geschmack den geriebenen Käse zugeben.

Alles gemeinsam anrichten und die gratinierten Käse oben drauf legen.

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

Für Nichtvegetarier kann man leicht ein paar gebratene Fleischbällchen dazu reichen, mit einem Chilidip oder Tomatensoße. Lasst es euch schmecken und einen schönen Sonntag :-)

Read Full Post »

Ärgert oder freut ihr euch über Löwenzahn auf der Wiese? Ich mag die gelben Blumen ganz gern. Es gibt eine Menge Dinge, die man aus Löwenzahn machen kann, entweder mit den jungen Blättern, den Wurzeln oder den Blüten. Ich habe mich entschieden, dieses Jahr aus den Blüten ein Gelee herzustellen, da ich sehr gern frühstücke. Löwenzahn ist so frühlingshaft und beim Ernten bekommt man zwar braune Finger, aber es riecht lecker herb-honigartig. Und genauso wie es riecht, schmeckt das Gelee!!

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

Passend dazu und ebenfalls sehr frühlingshaft ist etwas aus Waldmeister. Ich habe eine tolle Ecke im Garten, wo Himbeer, Salomonsiegel, eine Bauernhortensie und wunderschöne rosa Tulpen wachsen. Und dort wächst dazwischen wild der Waldmeister. Da ich derzeit keinen Alkohol trinken darf ;-), wo ich doch sonst gern eine Maibowle trinke, entschied ich mich auch für ein Gelee und so habe ich gleich zwei leckere Aufstriche, mit denen ich den Frühling etwas konservieren kann.

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

Ihr benötigt:

  • 50 g Löwenzahnblüten
  • 100 ml Wasser
  • 1/2 Zitrone, den Saft davon
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 10 g Waldmeister, noch nicht aufgeblüht
  • 250 ml trockenen Weißwein
  • 250 ml weißen Traubensaft
  • 1/2 Zitrone, den Saft davon
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Löwenzahngelee (1 Glas)

Die Blüten sollten in einem Sieb abgeschüttelt werden. Zunächst schneidet man von den Löwenzahnblüten die Böden ab. Dabei werden die Blüten lose und man kann dann das Grüne so gut es geht heraussuchen. Nun kocht man das mit dem Wasser auf und lässt es 24 h ziehen. Dann abseihen und gut ausdrücken. Mit dem Zitronensaft und dem Gelierzucker aufkochen, gut rühren dabei und mind. 4 Minuten kochen. Nach einer Gelierprobe heiß in Gläser füllen.

Waldmeistergelee (2 Gläser)

Den Waldmeister gut abschütteln und etwa 2 Std. antrocknen lassen. Dann in 250 ml trockenen Weißwein einlegen, über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag durchs Sieb geben. Zu 250 ml weißem Traubensaft den Saft der halben Zitrone geben, sowie den Gelierzucker. Aufkochen lassen und dann den Wein zugeben. Erneut aufkochen und mindestens 2-3 Minuten kochen. Wenn die Gelierprobe gelingt, heiß abfüllen.

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

Mh…und genießen, wenn das Gelee kalt ist. Dauert nur eine Nacht, dann kann es bereits am nächsten Morgen naschen.

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

Wie wäre es, sich beim nächsten Spaziergang einfach ein paar Löwenzahnblüten und Waldmeisterstengel mitzubringen und den Frühling festzuhalten? Was gibt es schöneres, als die Schätze der Natur für die leckeren Dinge des Lebens zu verarbeiten.

copyright by madameflavoursome

copyright by madameflavoursome

Read Full Post »